Der BIENE-Wettbewerb – Vorbilder gesucht

Seit 2003 suchen die Aktion Mensch und die Stif­tung Digi­tale Chan­cen mit dem BIENE-Wettbewerb die bes­ten barrie­refreien deutsch­spra­chigen Websei­ten. Diese sol­len als Vorbil­der aus­gezeichnet und bekannt gemacht wer­den, um die Diskussion um die tech­ni­sche und inhaltli­che Weiter­entwicklung des Internets zu fördern. Deshalb steht das Motto der BIENE – „Barrie­refreies Internet eröffnet neue Einsichten“ – auch für den regelmäßigen pro­duktiven Aus­tausch von Ent­wick­lern, Gestaltern, Anbietern und Nutzern.

Seit die BIENE zum ers­ten Mal gestartet ist, haben sich fast 2.000 Unter­nehmen und Organi­sationen, Behör­den und Ministe­rien, Städte und Gemein­den sowie Ver­eine und Ver­bände mit ihren Websei­ten am Wettbewerb beteiligt. Mehr als 100 Anbie­ter haben bisher eine BIENE gewonnen.

Mit dem BIENE-Wettbewerb 2010 suchen die Aktion Mensch und die Stif­tung Digi­tale Chan­cen bereits zum sieb­ten Mal die Vorrei­ter bei der barrie­refreien Gestal­tung von Internet-Angebo­ten. Gesucht wer­den innovative und kreative Lösun­gen, die nicht nur die gesetzli­chen und tech­ni­schen Min­dest­anforde­run­gen an Barrie­refreiheit erfül­len und den Bewer­tungs­krite­rien des Wettbewerbs ent­spre­chen, sondern dar­über hin­ausgehen.

Die Preise

Die bes­ten Angebote wer­den mit einer BIENE aus­gezeichnet. Abhängig von den Ergebnis­sen des Testverfah­rens und dem abschließen­den Urteil der Jury wer­den die Preise in den Stu­fen Gold, Silber oder Bronze verge­ben. Eventuell wer­den die Aus­zeich­nun­gen nicht in allen Stu­fen verge­ben. Der Wettbewerb ist rein ideel­ler Natur.

Wettbewerb­skategorien und Teilnah­mevor­aus­setzun­gen

Die BIENE 2010 wird in vier Kategorien aus­ge­schrie­ben, die sich an den Tätigkeitsbe­rei­chen der Anbie­ter orientie­ren. Die Kategorien sind:

  • Unternehmen (öff­entli­che und private Unternehmen, private Bildungs­einrich­tun­gen)
  • Organisationen (Ver­bände, Stif­tun­gen, Nicht­regierungs­or­ganisationen)
  • Verwal­tung (Kommu­nen, Bun­des- und Landesbehör­den, öff­entli­che Bildungs­einrich­tun­gen)
  • Tages­aktuelle Medien

Teilnahmevoraussetzungen

Weil die bisherigen Wettbewerbe gezeigt haben, dass einfa­che Websei­ten relativ leicht barrie­refrei zu gestal­ten sind, haben die Ver­an­stal­ter die Min­dest­anforde­run­gen für die Teilnahme erhöht. Websei­ten, die sich um eine BIENE bewer­ben, müs­sen es Nutze­rinnen und Nutzern min­des­tens ermögli­chen, einen Trans­akti­ons­vor­gang, bei­spielsweise eine Anmeldung oder eine Abfrage, einen Ein­kauf oder eine Buchung komplett barrie­refrei abzuwickeln. Der Trans­akti­ons­vor­gang muss dabei dem Kern des Angebots ent­spre­chen, das heißt eine Dienst­leis­tung umfas­sen, die die Nutze­rinnen und Nutzer bei einem Webangebot dieses Typs in der Regel erwar­ten können. Wenn diese Anforde­run­gen erfüllt sind, ist es grundsätzlich auch möglich, Teillösun­gen einzurei­chen.

Angebote tages­aktuel­ler Medien müs­sen nicht zwin­gend einen Trans­akti­ons­vor­gang ent­hal­ten. Um in die­ser Kategorie anzutre­ten, müs­sen die Angebote jedoch von einer eigenständigen Vollredaktion gepflegt wer­den. Das heißt: Wesentli­che Teile des Medi­ums wer­den durch Redakteure dieses Medi­ums selbst erstellt und nicht von ande­ren Sei­ten übernommen.

Die Wettbewerbsbei­träge dürfen nicht gegen gel­ten­des Recht ver­stoßen und müs­sen zum Zeitpunkt der Einrei­chung im Internet für die Öff­entlichkeit verfügbar sein. Ver­pf­lichtend ist besonders die vollständige Anbieterken­nung sowie die Information der Nutzer über die Daten­schutzbedingun­gen nach dem Telemedi­en­gesetz sowie über allgemeine Geschäftsbedingun­gen.

Warum gibt es neue Kategorien?

In den vergan­genen Jah­ren ent­spra­chen die Kategorien des Wettbewerbs den Funktionen, die eine Webseite ent­hielt, denn davon hing in der Regel ab, wel­che Internet-Tech­niken ein­gesetzt wur­den. Mittlerweile ent­hal­ten jedoch fast alle Websei­ten eine Kombi­nation ver­schiede­ner tech­ni­scher Lösun­gen. Die neuen Kategorien sorgen dafür, dass aus Sicht der Nutze­rinnen und Nutzer inhaltlich ver­gleichbare Angebote in einer Kategorie antre­ten. Inn­erhalb der Kategorien wer­den die Bei­träge zudem nach ihrer Komplexität unter­schieden.

Bei der Anmeldung wer­den Einrei­cher gebe­ten, selbst einzu­schät­zen, zu wel­cher Kategorie ihr Angebot gehört. Die Ver­an­stal­ter über­prüfen diese Selb­st­ein­schätzung und treffen gemeinsam mit dem Fach­li­chen Beirat des Wettbewerbs eine Ent­scheidung über die endgültige Zuord­nung. Diese wird mit dem Einrei­cher abge­spro­chen.